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Neuigkeiten aus der Lausitz | Freitag, 22.05.2015 : Ausgewählte Nachrichten der Frühsendung

Hier finden Sie die wichtigsten Nachrichten aus der Frühsendung des Sorbischen Rundfunks in deutscher Sprache.

Berlin: Minderheitenrat will Politiker weiter sensibilisieren

Auf gestrigen Sitzung des Minderheitenrates in Berlin haben die Vertreter der vier autochtonen Minderheiten Deutschlands eine Bilanz des zehnjährigen Bestehens gezogen. Wie die Leiterin des Minderheitensekretariats in Berlin, Judith Walde, sagte, ist es in der Vergangenheit immer darum gegangen, Politiker, die über die Minderheitenfinanzen entscheiden, zu sensibilisieren. Darum will man sich auch weiterhin kümmern. Genau deswegen haben sie sich gestern mit dem Fraktionsvorsitzenden der Linken, Gregor Gysi, getroffen. Mit den Grünen haben die Minderheitenvertreter schon gesprochen - CDU und SPD stehen noch auf dem Plan. Das große Ziel unter anderem für die Sorben ist es, deutschlandweit eine Minderheitenkampagne zu starten.

Burk: Premiere für Wendenkönig, Wassermann und die Lutki

Das Sorbische Nationalensemble feiert heute Abend Premiere der „Spreewälder Sagennacht“ in Niederlausitzischen Burg. „Der Verrat“ heißt die neue Geschichte von Jěwa-Marja Čornakec, die Elemente der sorbischen Mythologie einbezieht und im 10. Jahrhundert spielt. Abgesehen von Sängern und Tänzern des Ensembles wirken auch Schauspieler und Statisten mit. Bis Sonntag sind am Bismarckturm in Burg drei open-air-Veranstaltungen.

Preisträger: Roman Nuk bekommt deutsch-polnischen Preis

Roman Nuck

Der sorbische Journalist Roman Nuk hat gestern gemeinsam mit einem polnischen und einem tschechichen Kollgen den Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis in der Kategorie Hörfunk erhalten. Der Gewinnerbeitrag erzählt Alltagsgeschichten aus dem deutsch-polnisch-tschechischen Grenzraum. Dabei geht es um das Erlernen der Sprache des Nachbarn, um Arztbesuche und das Pendeln zur Arbeit und zum Einkaufen über die Grenzen hinweg. Für die 18. Auflage des Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis wurden 164 Beiträge eingeschickt - stets nur einer konnte in den vier Kategorien gewinnen. Roman Nuk ist beim MDR verantwortlich für Tschechien und Polen.

Zuletzt aktualisiert: 22. Mai 2015, 08:27 Uhr

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